Aktuell

SECRET GARDEN

Herzliche Einladung zur Ausstellung der Angewandten Kunst

Eva Raiser-Johanson · Brigitte Wüster
Ausstellung vom 05.10. – 29.10.2022

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Straße 61
80797 München

Öffnungszeiten: Di bis Sa 15 - 18 Uhr
an den Samstagen und zur Ausstellungseröffnung sind die Künstlerinnen anwesend.

Soft Opening: Mittwoch 5.10.2022, 16 - 21 Uhr 
Eröffnungsrede um 19 Uhr

Finissage: Samstag 29.10.2022, 15 - 18 Uhr 

Eva Raiser-Johanson
Ihre textile Arbeiten liegen an der Schnittstelle zur Malerei. Durch das Zusammenspiel von unterschiedlichen Techniken und Wechsel der textilen Oberflächenstrukturen modelliert sie mit der Nahtlinie verdichtete und verarbeitete Impressionen zu Bildkompositionen. Der Arbeitsprozess gliedert sich in verschiedene Schritte wie Schichtungen, Auflösen, Einschneiden, Übernähen in mehreren Ebenen. Die bevorzugten Ausdrucksmittel sind benutzte, mit Erinnerung behaftete Stoffe und Fragmente, die schon Geschichten in sich tragen. 

Eva Raiser-Johanson lebt und arbeitet seit 1990 als freischaffende Künstlerin in München, wo sie 1989 die Meisterprüfung für Textilgestaltung, Fachrichtung Handstickerei, ablegte. Seit über 30 Jahren setzt sie sich intensiv mit den Themen Farbe, Ornament, Symbolik und Struktur in verschiedenen Techniken und Materialien auseinander. Sie unterrichtet in der Textilwerkstatt in mehreren Fachoberschulen für Gestaltung im Raum München.

Brigitte Wüster
Sie zeigt mit ihren aus Steinzeug-Ton aufgebauten Objekten  und Blütenschalen aus Porzellan zwei Facetten ihres Schaffens: das Ausdauer und Konzentration erfordernde Aufbauen mit Tonstücken und das spielerische Arbeiten mit flüssigem Porzellan. Symmetrie und Genauigkeit auf der einen Seite und bewegte, nur teilweise kontrollierte Gestalt auf der anderen.

Brigitte Wüster lebt und arbeitet nach mehrjährigen Aufenthalten in Genf, Bonn und Abu Dhabi seit 2018 wieder in der Nähe von München, ihrem Geburtsort. Auf ein Volkswirtschaftstudium in München folgte eine künstlerische Ausbildung im Fachbereich Keramik an der Ecole Supérieure d’Arts Appliqués in Genf und 2012 ein Master in Keramik -Freie Kunst am Institut für Künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen.

 

AUFRÄUMEN

Jurierte Jahresausstellung der GEDOK München, Bereich Bildende Kunst

15.10.-13.11.2022

Eröffnung: Samstag, 15. Oktober 2022, 11 Uhr
Finissage: Sonntag, 13. November 2022, 15 Uhr
Ausstellungsrundgang mit den Künstlerinnen um 15 Uhr
Lesungen von Barbara Yurtdaş und Sabine Jörg, sowie Großpräsentation von Videoarbeiten um 17 Uhr

Städtische Galerie
im Kulturforum Klosterkirche, Ludwigstraße 12, 83278 Traunstein
Öffnungszeiten: Mi bis Fr von 11-17 Uhr, Sa und So 13-18 Uhr

Künstlerinnen aus ganz Bayern haben sich mit dem Thema »Aufräumen« künstlerisch auseinandergesetzt. Dabei geht es nicht nur um geschlechtsspezifische Rollenzuweisungen und die Auflehnung dagegen, sondern auch darum, in welchem Verhältnis in der bildenden Kunst das Chaos zur Ordnung steht. Wann engen Systematik und Ordnung ein und wann bieten sie Struktur und Halt? Bis zu welchem Punkt ist Unordnung schöpferisch und ermöglicht neue Sichtweisen auf die Wirklichkeit?"

Mit:

Silke Bachmann
Annegret Bleisteiner 
Simone Braitinger 
Anja Callam
Ergül Cengiz
Theresa Dietrich
Dorothea Dudek
Reinhild Gerum
die 4 Grazien
Brigitte Heintze
Barbara Henning 
Monika Humm 
Sabine Jörg
Erika Kassnel-Henneberg
Anna Kiiskinen
Sabine Kraemer
Rosa- Maria Krinner
Petra Levis 
Irmengard Matschunas
Hertha Miessner 
Iris Nölle-Wehn 
Anne Pincus
Ulrike Prusseit 
Luise Ramsauer
Hilla Rost
Katharina Rudolph
Martina Salzberg
Iris Schabert
Julia Smirnova 
Rose Stach
Cosima Strähhuber
Ursula Steglich-Schaupp
Susanne Thiemann
Barbara Yurtdaş

 

 

 

Herbsttöne

Mittwoch, 5. Oktober 2022 um 19.30 Uhr

Gasteig HP8 - Isarphilharmonie
Kleiner Konzertsaal, Hans-Preißinger-Straße 8
81379 München

 Musikerinnen der Künstlerinnenvereinigung GEDOK München binden einen bunten Herbst-Strauß mit Werken von Komponistinnen der Romantik bis zur Gegenwart. Lassen Sie sich verzaubern! 

Fanny Hensel stellte den beiden letzten Charakterstücken für den Zyklus „Das Jahr“, die sie im Dezember 1841 nach ihrer so bereichernd erlebten Italienreise schrieb, Verse zur Einstimmung voran.

Marie Tremblay-Schmalhofer, Sopran
Barbara Hesse-Bachmaier, Mezzosopran
Monika Olszak, Flöte
Andrea Millett, Violoncello
Sylvia Hewig-Tröscher, Klavier
Mirjam von Kirschten, Klavier 
Narine Khachatryan, Klavier

Mit Werken von Fanny Hensel, Bohdana Frolyak, Ljuba Marić, Micheline Coulombe Saint Marcoux,
Mel Bonis, Gloria Coates, Dorothee Eberhardt, Narine Khachatryan und Vivienne Olive

Eintritt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Karten erhältlich über München Ticket

www.muenchenticket.de sowie an der Abendkasse

Wunderkammer

Debütantinnen-Förderung 2022
08.09.-30.09.2022

Sara Chaparro

“Wäre mein handwerkliches Geschick mit der Holzverarbeitung verfeinerter, würde ich eine dieserKonstruktionen bauen, mit allen möglichen Schubladen und Schiebepaneele und verborgene Fächer. Solche Oberflächen würden sich von oben nach unten, von links nach rechts, von vorne nach hinten aufklappen lassen. Dieser Mechanismus ließe einen wunderbaren Schaukasten auftauchen, wo man Gemälde und Reliefs, Zeichnungen und Objekte bewundern könnte…

Und wenn ich weitere Kuriositäten hinzufügen möchte, würden die Abteilungen weiter wachsen und in dem verbleibenden Raum eingepasst werden. Am Ende, beim alles-wieder-Einsammeln, bliebe einfach nur eine kleine Schachtel”.

*1989 in Ávila (Spanien) geboren, schloss 2012 ihr Studium an der Fakultät der Schönen Künste der Madrider Complutense Universität ab, sowie 2018 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Peter Kogler. Ihre Werke wurden u. a. in BMW Welt München und Palacio de Cibeles Madrid gezeigt. Sie lebt und arbeitet in München.

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Straße 61
80797 München

Öffnungszeiten: Di bis Fr 15 – 18 Uhr

welcome III

Vernissage am 18.08.2022, 18 - 21 Uhr
Ausstellung vom 19.08. – 05.09.2022, Di. - Fr., 15 - 18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten: 03.09. und 04.09.2022, 14 - 18 Uhr

galerieGEDOKmuc

Mit der Ausstellung welcome III stellen sich die beiden Künstlerinnen Anne Kristin Kristiansen und Xenia Fumbarev als neue Mitglieder im Bereich Bildende Kunst der GEDOK München vor.

Xenia Fumbarevs Arbeit bewegt sich zwischen dem Skulpturalen und Bildnerischen. Ihre Arbeitsweise geht zunächst von einer fotografischen Annäherung aus. Wobei sie das Bild im weiteren Prozess mehr als Anlass für Übertagungen ins Material sieht. Die gezeigten Arbeiten bezeugen auch hier die Herkunft, als auch die Entfremdung vom Medium Fotografie.

Anne Kristin Kristiansen Anne Kristin Kristiansen arbeitet mit Übersetzungen von Augenblicken, Phänomenen oder Beobachtungen. Jede ihrer Arbeiten ist eine Übersetzung. Durch die Übersetzung wird ein Moment, der das Vergängliche in sich trägt, von seinem ursprünglichen Kontext in einen neuen Kontext transformiert. Die Übersetzungen führen eine Reduktion mit sich, gleichzeitig aber auch einen Fokus auf Neues. Während der Ausstellung besteht ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Arbeiten, Medien, Materialien und Formen. Diese Beziehungen entstehen durch ähnliche oder sich kontrastierende Elemente. Durch das Zusammenspiel referieren die Arbeiten aufeinander und bilden ein Netz von Wechselbeziehungen, das den Ausstellungsraum erweitert. Der Diskurs der Installation wird in diesem Sinne durch eine Verdichtung oder „dichte Beschreibung“, wie man mit Clifford Geertz sagen könnte, angestoßen. 

Xenia Fumbarev ist 1986 in Kiew geboren. Sie lebt und arbeitet in München. 2019 schloss sie das Freie Kunststudium an der AdBK München als Meisterschülerin von Prof. Florian Pumhösl ab. 

Anne Kristin Kristiansen (DK/D) ist in Saudi Arabien geboren. Seit 2020 lebt sie in München. Davor lebte sie viele Jahre in Kopenhagen. Ihren Master machte sie an der königlichen dänischen Kunstakademie und war währenddessen ein Semester an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris. Ihren Bachelor machten Sie an der Kunstakademie in Essen. Einen weiteren Bachelor machte sie in „Philosophie und Kulturreflexion“ an der Universität Witten/Herdecke. Für Projekte war sie nach Kiew und München eingeladen und machte Residencies in China, auf einem Segelschiff in der Arktis, in El Bruc – nahe Barcelona und in Kopenhagen an den Staatlichen Werkstätten. Hierfür erhielt sie diverse Förderungen und Stipendien. Sie nahm an Ausstellungen im In- und Ausland teil. 

Texte&Töne

Herzliche Einladung zur musikalisch-literarischen Veranstaltung

KOPFÜBER ins Leben

am 14.09.2022 um 19.00 Uhr

Seidlvilla
Kulturzentrum Schwabing
Nikolaiplatz 1 b
80802 München

Ein Spiel aus Musik, Poesie und verrückten Ideen mit

Ursula Haas Poetin auf Papier und zur Musik
Franziska Ruprecht Bühnen- und Songpoetin
Masako Ohta Poetin des Klaviers

Eintritt 10/8 Euro

Die Poetin und Librettistin Ursula Haas hat böhmische Wurzeln und lebt seit dem Studium in München. Zuletzt erhielt sie den Nikolaus-Lenau-Preis für ihre Lyrik, und 2020 erschien ihr Tagebuch "Zerzauste Tage-Ein Jahr der Wirklichkeiten" (edition bodoni). 2021/22 entstanden zu Sinfonien von Paul Engel die Libretti "Andromeda" und "Zarathustra".

Franziska Ruprecht gewann den GEDOK Literaturförderpreis 2020 für ihren Gedichtband „Meer-Maid“ (Wolfbach Verlag Zürich). Mit ihrem neuen Buch „BODY TAG“ zeigt die Performance Poetin, dass sie sich auch in der englischen Sprache zu Hause fühlt. Die Single Mama performt glitzernd interdisziplinär, aktuell in Lübeck, Prag, und München. 

Masako Ohta, die aus Tokyo stammende Performance Pianistin, wurde mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt München 2018/2019 ausgezeichnet. Mitwirkung unter anderem  bei „Festspiel plus“ der Bayerischen Staatsoper, dem International Art Festival in Mexiko, und dem Kurt Weill Festival in Dessau und Berlin.

 

 

alles schmuck

Herzliche Einladung zur Ausstellung alles schmuck

Vielfalt der Werkstoffe und Techniken: 11 Künstlerinnen zeigen ihre
Interpretationen des Themas Schmuck. Von Gold über Papier bis Textil.
Von Tragbarkeit bis zur Metapher.
 

Sophia Epp; Barbara Hattrup; Kristina Kundt; Irmengard Matschunas; Kirsten Plank; Gottlinde Singer; Barbara von Taeuffenbach; Maria Verburg; Monika Vesely mit Nadine Elda Rosani und Vanessa Cognard

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Str. 61, 80797 München,
www.gedok-muc.de, Di-Fr 15-18 Uhr

Soft Opening: Mi 6.7.2022, 11-19 Uhr, die Künstlerinnen sind anwesend
Ausstellung: Mi 6.7. bis Sa 9.7. , 11-19 Uhr und 12.7. - 29.7., Di-Fr 15-18 Uhr

schmuckundhuelle-jewelleryincases

edition 4

IHM Internationale Handwerksmesse München
Handwerk & Design
Messegelände Halle B5, Stand 742 

Gestalterinnen im Dialog: 
Barbara Dorfner + Veronika Riedl 
Katja Höltermann + Bettina Zwirner 
Michaela Köppl + Sylvia Wiechmann 
Alessandra Pizzini + Isabelle Enders 

06.-10. Juli 2022
Mi.-So. 9.30 - 18 Uhr

Abflug in die Nacht

Die Mittsommernacht der Literatinnen am Dienstag, 21. Juni 2022, 19 Uhr

Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b, 80802 München

An Mittsommer starten die GEDOK-Literatinnen wieder zu ihrem Flug in die Nacht der Phantasie. Fliegen Sie mit!

Es lesen: Ursula Haas, Sabine Jörg, Katharina Ponnier, Franziska Ruprecht, Gunna Wendt, Barbara Yurtdaş

Eintritt: 10.-/8.- Euro an der Abendkasse

Rausch der Kommunikation

Rausch der Kommunikation – ein interdisziplinäres Projekt mit sechs Künstlerinnen

Ausstellung vom 09.06. – 26.06.2022

Die Natur ist unsere Inspirationsquelle. Eine gemeinsame Installation berauscht die Galerie, in deren Mittelpunkt die Interaktionen in der Natur und mit der Natur stehen. Das, was uns berührt mit anderen teilen. Ein kleiner Wald aus Kunst. Bäume und Lebewesen verdichten sich zu einem Rausch der Kommunikation. Die einzelnen Arbeiten rücken dafür eng zusammen. Die Betrachter sollen sich von den Arbeiten umschlossen, umarmt fühlen und mittendrin stehen. Zusammen sind wir lauter als einzeln. Jede Künstlerin fügt ihre eigene künstlerische Sprache zu einem neuen Gesamtausdruck hinzu.

Anne Pincus
Barbara Yurtdaş
Judith Egger
Nena Čermák
Penelope Richardson
Silke Bachmann

Öffnungszeiten: Di bis Fr 15–18 Uhr, sowie an Feiertagen und Sa/So 14-18 Uhr
Lesung: 18.+19.06.2022 während der Öffnungszeiten

galerieGEDOKmuc

Für Information und Anfragen zur Ausstellung:
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Playing With Nature

Jahresausstellung Tutzing
Ausstellung mit 30 Künstlerinnen der GEDOK München

18.05.2022 – Mai 2023

Akademie für politische Bildung
Buchensee 1
82327 Tutzing

In unserer Zeit scheint sich das Jahrtausende währende Gefühl der Bedrohung des Menschen durch die Natur ins Gegenteil verkehrt zu haben. Der böse Wolf darf uns nicht mehr ängstigen, vielmehr ängstigen wir den Wolf, weil wir uns seinen Lebensraum aneignen. Nicht mehr der finstere Wald ist unheimlich, sondern die Konzerne, die Wälder zur Profitmaximierung abholzen. Wir, die wir nicht mehr im Sandkasten sondern mit Aktien Monopoly spielen, begehen Raubbau an der Natur. Sogar der Sand wird knapp. Wir spielen trotzdem weiter. Mit dem Feuer. Und in naher Zukunft passiert vielleicht wieder das Unvorstellbare: die Natur spielt mit uns.

Mit Arbeiten von: Adidal Abou-Chamat, Silke Bachmann, Maria Braune, Heidrun Eskens, Reinhild Gerum, Hongyun He, Cordula Hoffmann-Molis, Monika Humm, Claude Jones, Mariella Kerscher, Anna Kiiskinen, Eva Kollmar, Gisela Krohn, Inge Kurtz, Katharina Lehmann, Gabriele Lockstaedt, Ina Loitzl, Hertha Miessner, Anne Pincus, Ulrike Prusseit, Penelope Richardson, Iris Schabert, Sabine Schlunk, Nina Seidl-Hermann, Charlotte Simon, Julia Smirnova, Christine Spatt, Ursula Steglich-Schaupp, Anja Uhlig, Susanne Wagner.

An der Eröffnung am 18. Mai um 19 Uhr werden Frau Münch von der Akademie und GEDOK Vorstand, Uta Römer, sprechen. 

welcome II · Chaos = Ordnung

Katharina Lehmann und Iris Schabert

Mit der Ausstellung Chaos = Ordnung stellen die beiden Künstlerinnen Katharina Lehmann und Iris Schabert die Frage nach dem natürlichen Chaos, in dem sich immer auch eine Ordnung finden lässt – und umgekehrt. 

Katharina Lehmann verbindet in ihren Werken auf einzigartige Weise Darstellungsformen der bildenden Kunst in ihrer eigens entwickelten Technik. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht stets die organische Struktur des Gewebes, welches sie in ihrer Methode des Thread-Drip Paintings aus kilometerlangen, von Farbe umhüllten Garnen herstellt. Darauf basierend und durch die Beschäftigung mit den Begriffen Raum/Zeit, Chaos/Ordnung, Zufall/Planbarkeit schafft Lehmann ein Kosmos an multidimensionalen Arbeiten. Das hergestellte Gewebe ist sowohl für die Installationen als auch für die Werke auf Leinwand, Holz und Papier der Grundbaustein. 

Das Natürliche, Chaotische wird so versinnbildlicht, scheinbar zufällige Verbindungen und Ereignisse, die unsere Realität und Wahrnehmung prägen. Auf Rahmen befestigt oder freischwebend formen die Gewebeareale Kunstobjekte und grenzen sie von der Außenwelt ab; gleichzeitig sind die Objekte dank der einzigartigen Struktur licht- und luftdurchlässig. Somit sind Lehmanns Werke ein von Vielschichtigkeit gekennzeichnetes System. In Kontrast dazu setzt sie geometrische Formen – Darstellung der Industrialisierung und der Versuch, Ordnung ins Chaos zu bringen.

 galerieGEDOKmuc
Softopening am 05.05.2022 von 17-20 Uhr

Zusätzliche Öffnungszeiten:
Samstag, den 07.05.2022, 15-18 Uhr
Samstag, den 14.05.2022, 15-18 Uhr

Iris Schabert beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Chaos als einer Größe, die außerhalb menschlicher Kontrolle und Ordnungssysteme steht und in ihrer Komplexität häufig als bedrohlich empfunden wird. Bei ihren Objekten greift sie Formen auf, die uns an Schimmelpilze, Bakterien und Viren erinnern. Sinnlich ansprechend und haptisch verlockend, evozieren sie eine physische und emotionale Reaktion, sowohl anziehend als auch abstoßend. Allen Objekten gemein ist die intensive Beschäftigung mit Oberflächen, Verfall, Korrosion und der damit einhergehenden Fragilität. Als Ausgangspunkt dienen ihr kleine unscheinbare Naturfragmente wie Dornen, Stacheln, Zweige oder Samen, welche gesammelt, sorgfältig abgeformt, vervielfältigt und in einer Werkstatt, die gleichzeitig Materiallabor und Experimentieranstalt ist, in weniger vergängliche, ja sogar kostbar wirkenden Materialien wie Porzellan, Glas oder Metall übersetzt werden. In Schaberts kreativen Universum sind diese zu Miniatur-Armeen, einer dominanten Spezie geworden, die alles überwältigt, überschwemmt und verschlingt, was sich ihr in den Weg stellt.

Katharina Lehmann wurde 1984 in Westsibirien geboren. Im Jahr 2001 siedelte sie nach Deutschland um. Bis 2006 besuchte sie die Designschule für Werbe- und Kommunikationsdesign in München und die Hyvinkää School of Art in Finnland. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien, u. a. ein Arbeitsstipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München sowie eine Projektförderung der „Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung“ im Jahr 2021. Außerdem nahm sie 2019/2020 an einer 6-monatigen Künstlerresidenz in Shanghai teil. Ihre Tafelbilder, Objekte und Installationen werden weltweit ausgestellt. Katharina Lehmann lebt und arbeitet in München. Seit 2018 betreibt sie mit ihrem Partner den Münchner Kunstsalon namens „L‘appartement 58“.

Iris Schabert (*1972 in Ulm) lebt und arbeitet als Bildhauerin, Goldschmiedin und Kunstpädagogin seit 1997 in München, unterbrochen von mehreren Auslandsaufenthalten in Spanien und Mexiko.1992-1996 Studium der Kunstpädagogik, 2005/2006 Gaststudiengänge Schmuck und Objekt in Barcelona und Pforzheim, 2008/2009 Druckgrafik und Schmuckgestaltung, Universidad Nacional de México, Escuela de Artesanias, Ausstellungen in Deutschland, Spanien und Mexiko; Projektförderung für Mexiko 2012, Workshopleitung an der escuela nacional de cerámica, Mexiko 2018.

 

Zusammenspiel und Wechselwirkung

Angewandte Kunst · Schmuck + Hülle

Ausstellung mit 31 Künstlerinnen der GEDOK München

Eröffnung: 03.04.2022, 11 Uhr

Ausstellung vom 05.04. – 12.06.2022

Handwerksmuseum Deggendorf
Maria-Ward-Platz 1
94469 Deggendorf

Der Schmuck und seine Hülle – zwei Dinge, die zueinander in ganz besonderer Beziehung stehen. Das Eine bedarf des Anderen: das Juwel bliebe ohne Umhüllung schutzlos und verletzlich, die Hülle ohne Inhalt zweck- und bedeutungslos. Beide haben einander etwas zu geben, sie sind auf Augenhöhe, ergänzen einander, werten einander auf. Die Hülle bietet Schutz, Bewahrung, Podest, Bühne, sie gewährt dem Schmuck den großen Auftritt, zuteilwird ihr dafür Persönlichkeit, Bedeutung, Inhalt. Es entsteht Synergie, aus Synergie wird Symbiose.

https://handwerksmuseum.deggendorf.de/veranstaltungen/event/schmuck-huelle-zusammenspiel-und-wechselwirkung

Schamrock-Salon der Dichterinnen #27

Münchner Dichterinnen lesen Münchner Dichterinnen  

19. März 2022, 19 Uhr - Seidlvilla München

Sieben aktuelle Münchner Dichterinnen lassen sich von historischen Münchner Kolleginnen inspirieren.

Ursula Haas, Sarah Ines, Augusta Laar, Tamara Ralis, Gabriele Trinckler, Gunna Wendt und Barbara Yurtdas wählen sich eine literarische "Ahnin" als fiktive kreative Partnerin. Sie treten in einen imaginären Dialog mit ihren genialen Schwestern, setzen sich mit ihren Arbeiten auseinander und stellen ihnen eigene Texte gegenüber.

Claire Goll, Henriette Hardenberg, Emmy Hennings, Hedwig Lachmann, Miriam Magall, Gerty Spies und Gisela Jonas (die „Schwabinger Gisela“), werden mit Kurzbiografien und Texten vorgestellt, sie alle haben in München gelebt und geschrieben, wurden verfolgt, vertrieben oder vergessen.

"Wir möchten die "Ahninnen" durch unsere Wertschätzung wieder sichtbar machen, uns ihnen als Gegenwarts-Dichterinnen gegenüberstellen, und an ihre Tradition anknüpfen."

Der Schamrock-Salon der Dichterinnen wurde 2009 von der Münchner Schriftstellerin und Künstlerin Augusta Laar in München gegründet. Regelmäßig bietet er seither eine Plattform für Lesungen, konzertante Performances und andere eher ungewöhnliche Auftrittsformen von Lyrikerinnen. Analyse und Diskussion der Bedingungen des lyrischen Schreibens von Frauen sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Salons.

München und insbesondere Schwabing, war in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein Zentrum des kulturrevolutionären Aufbegehrens junger Malerinnen und Literatinnen. In dieser Tradition hat das Schamrock-Projekt seine Wurzeln.

Der Schamrock e.V. wird am 17. März 2022 von der Landeshauptstadt München mit dem Anita Augspurg Preis zur Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen ausgezeichnet - u.a. "für die Förderung von Dichterinnen in und für München durch die Organisation von Salons, Filmfestivals, Lyrik-Biennalen und Ausstellungen, mit dem Ziel, die Gleichstellung von Frauen im Literaturbetrieb voranzutreiben".

Es lesen und stellen vor:
Ursula Haas, Sarah Ines, Augusta Laar, Tamara Ralis, Gabriele Trinckler, Gunna Wendt, Barbara Yurtdas

Claire Goll, Henriette Hardenberg, Emmy Hennings, Hedwig Lachmann, Miriam Magall, Gerty Spies und Gisela Jonas, der „Schwabinger Gisela“

Mit einem Gastauftritt von Kalle Aldis Laar und dem Temporären Klangmuseum, er erinnert in Bild und Ton an die „Muse Schwabylons“, die Lyrikerin, Diseuse und Dada-Mitbegründerin Marietta Di Monaco.

Moderation: Augusta Laar

Eine Veranstaltung des Schamrock e.V. in Kooperation mit der GEDOK München und der Seidlvilla München.
Mit freundlicher Unterstützung von Bayern liest e.V., Bezirksausschuss 12 Schwabing–Freimann und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

welcome I – Bleary

Mit der Ausstellung Bleary stellen sich die neu aufgenommenen Künstlerinnen Mariella Kerscher und Karin Maria Pfeifer im Rahmen der welcome-Ausstellungsreihe der GEDOK München vor.

galerieGEDOKmuc
31.03. – 22.04.2022

Öffnungszeiten: Di bis Fr 15 – 18 Uhr

Mariella Kerscher
Mariella Kerscher stellt sich der Frage, wie ein Zugang zur oft tabuisierten, natürlichen Vergänglichkeit hergestellt werden kann. Sie arbeitet mit Symbolen des kollektiven Gedächtnisses (welkende Blumen, verfallene Häuser, umkippende Gewässer) und noch ungewohnten Symbole für Geburt und Tod, wie z.B. Schweineherzen und Plazenten. Wo beginnt der Kreislauf des Lebens? Die Plazenta ist Schnittstelle zwischen dem Körper deswachsenden Lebens und dem nährenden Körper der Mutter. Das Organ wird seziert und zum Relikt, Symbol und zur Reliquie erhoben. In Zeichnungen, Malerei und Objekten wird erprobt, wie sich die Sichtweisen verändern, wenn man das Organ als Bestandteil des Ursprungs allen Lebens begreift, losgelöst vom weiblichen Körper.

Karin Maria Pfeifer
_ex
Karin Maria Pfeifer spielt mit ihrer Fotoserie _ex auf eine Übergangsphase an, einen Schwebezustand, der anhält, bis etwas Neues raumgreift.
Die Sequenzen spiegeln den Exitus einer Beziehung wider, es geht um Versatzstücke des Ankommens und Weggehens aus Alltagssituationen. Die Protagonisten vergessen in gewissen Sinn die Aufarbeitung sich einschleichender Ungereimtheiten in ihre Beziehung, die sich dann an scheinbar harmlosen Details entzünden und sei es die klassische offene Zahnpasta-tube. Unmerklich scheint ein Buchstabe nach dem anderen zu verschwinden, bis die Lösung des Konflikts sich nur mehr in einer Loslösung aus der Beziehung finden lässt.

Die Bühne des Badezimmers dabei dient als Ort der Selbstreflexion, Innenschau und Rückzugs, in dem sich Beziehungsprobleme in einer noch viel größeren Härte manifestieren als etwa in der geschäftigen Routine eines Arbeitstages. Natürlich ist dann kein Spielraum mehr für eine gemeinsame Zukunft.

In einem weiteren Werk geht es um Beziehungen, die scheinbar noch in der Intimität des gemeinsamen Bettes geborgen sind. Doch der Inbegriff der Nähe, der körperliche Ausdruck innerer Verbundenheit kann zur leeren Fassade mutieren, zur inhaltsleeren Routine, zur Kulisse eines Schauspiels, zum potemkinschen Dorf sozioökonomischer Besuchertätigkeit eines partnerschaftlichen Habitats. Wenn die Partner jedes Gefühl für die Wünsche, Perspektiven und Lebensziele des jeweils anderen verloren haben, beginnt der „Exitus“ aus der Beziehung schon dann, wenn das gemeinsame Bett noch Geborgenheit und Schutz simuliert.

Mariella Kerscher (*1991) studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und erhielt 2020 ein Arbeitsstipendium der Stadt Augsburg. 2021 nahm sie u. a. an der online Residency des Belgrad Art Studios (RS) und der Sommerakademie Salzburg (AT) teil. Aktuell wird sie mit einem Projektstipendium des Freistaats Bayern „Junge Kunst und neue Wege“ gefördert. Sie lebt und arbeitet in München.

 

Karin Maria Pfeifer ist freischaffende bildende Künstlerin und als Mitbegründerin des Kunstraumes flat1 (2008) auch als Kuratorin tätig. Sie lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich und ist bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Studienreisen und Residencies u.a. in Hamburg, Helsinki, Indien, Naher Osten und aktuell ein Artist-in-Residence-Aufenthalt in Isfahan, Iran, fließen in ihre Arbeit ein. Pfeifer bewegt sich mit ihren Positionen vorzugsweise im multimedialen Raum von Video, Grafik und Rauminstallationen. Oft rückt sie dabei scheinbar nebensächliche oder alltägliche Objekte in den Fokus der Betrachter*innen, analysiert die Wechselwirkung im Raum und hinterfragt dessen Grenzen.

 

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Schleißheimer Straße 61
80797 München

Die Lust der Natur

Elisabeth Weinzierl und Susanne Weinhöppel
Konzert der GEDOKmünchen

Sonntag, 13. März 2022 um 19.30 Uhr

Gasteig, Kleiner Konzertsaal
Rosenheimer Straße 5, 81667 München

„Im Anfang war Finsternis in Finsternis versteckt; all dieses war unkenntliche Flut. Das Lebenskräftige, das von der Leere eingeschlossen war, das eine wurde durch die Macht
seines heißen Dranges geboren. Über dieses kam am Anfang das Liebesverlangen, was des Denkens erster Same war.“ Rigveda 10.129.3-4

Um die Magie des Schöpfungsdranges geht es den beiden Musikerinnen Susanne Weinhöppel und Elisabeth Weinzierl. 
Außerdem feierte die russische Komponistin Sofia Gubaidulina 2021 ihren 90. Geburtstag, die Münchner Komponistinnen Dorothea Hofmann ihren 60. 
und Dorothee Eberhardt ihren 70. Geburtstag. Beide werden an dem Abend nachträglich geehrt.

Elisabeth Weinzierl (Flöte) und Susanne Weinhöppel (Harfe, Stimme) 

PROGRAMM

Dorothee Eberhardt (*1952), Die wilde Insel / Villta Eyjan (2019), für Flöte, Harfe und Meerestrommel

Marguerite Roesgen-Champion (1894-1976), Suite Française für Flöte und Harfe

Susanne Weinhöppel (*1958), Zwei Chansons, für Stimme und Harfe

Susanne Weinhöppel (*1958), Fremde Stadt (Text: Oskar Maria Graf) und Reiselied (Text: Susanne Weinhöppel), für Stimme und Harfe

Ida Gotkovsky (*1933), Eolienne für Flöte und Harfe

Sofia Gubaidulina (*1931), Klänge des Waldes (2002) für Flöte und Harfe

Jelena Firssowa (*1950), Zwei Inventionen (1977) für Flöte solo

Dorothea Hofmann (*1961), So weit wie ein Stern (2020) UA,

5 Lieder nach Gedichten von Selma Merbaum für tiefe Stimme und Harfe

Dorothea Hofmann (*1961), Glühend Rot (2020) UA, Zwiegespräch für Altsaxophon und Harfe in einer Bearbeitung für Flöte

 

 

 

Eintritt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Karten erhältlich über
www.muenchenticket.de
sowie an der Abendkasse

Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln!

Veranstalter: GEDOKmünchen, www.gedok-muc.de
gefördert von der Landeshauptstadt München und Bezirk Oberbayern

AUSGEFALLEN – Faserobjekte, ganz besonders, von Barbara Hattrup.

Rindenbast gestampft, Faserbrei gegossen, Vlies gezupft – das Martyrium eines natürlichen Rohstoffs. 
Objekte, die in ihrer Künstlichkeit ein hohes Maß an Natürlichkeit bewahrt haben, entfalten im Durchlicht ihre ganze Anmut. 

Ausstellung vom 08.03. – 25.03.2022

Soft Opening: Dienstag, 08.03.2022, von 14 bis 19 Uhr 
Die Künstlerin ist anwesend. 

 Sonderöffnung: Samstag, 19.03.2022, 11 bis 19 Uhr

galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Straße 61
80797 München 


Öffnungszeiten: Di bis Fr 15 – 18 Uhr
www.gedok-muc.de

Undressing events

Herzliche Einladung zur Ausstellung

Isabella Chydenius / Finland – Artist In Residence Villa Waldberta

Ausstellung vom 03.02. – 24.02.2022

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Schleißheimer Straße 61
80799 München

 

Isabella Chydenius (b.1988) is a Finnish interdisciplinary artist based in Helsinki (Finland) and is currently participating in the City of Munich Artist in Residence program in cooperation with GEDOK München at Villa Waldberta.
Chydenius’ research-based practice focuses on investigating societal structures of femininity within all genders, and safety contra violence. She is specifically interested in observing moments of belonging in relation to femininity in urban nightclub culture, in the context of current heteropatriarchal time.

The central argument in her research draws attention to how alternative “safe space” nightclubs, such as LGBTQ+ nightclubs, are an overlooked platform that provide time-space for re-imagination of ‘Self’ and a collective agenda, and therefore historically and still today may serve as a catalyst for change in society.
She explores the night as a metaphor of opposites; as a romanticised space that one can escape into and experience momentary freedom away from the watching eyes of the day, while accepting the looming dangers of darkness.

The social and visual architecture of the night, and remnants of the events within the spaces are explored through the mediums of light, video, interactive animation, photography, found objects, and ripped clothes.

For exhibition inquiries please contact:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Instagram @isabellachydenius

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/clubszene-ausstellung-muenchen-metoo-sexismus-1.5520501

Projektionen

Nina Annabelle Märkl und Katharina Kohm

Ausstellung vom 11.01. – 28.01.2022
Softopening Dienstag, 11.1.2022, 17-20 Uhr

Öffnungszeiten: Di bis So 15 – 18 Uhr,
Nina Annabelle Märkl ist an den Wochenenden anwesend.

 

Das Zentrum der Ausstellung bilden die Zeichnung Projektionen (Tusche und Bleistift auf japanischem Papier, 2021, 1100 x 145 cm) von Nina Annabelle Märkl und das in mehreren Varianten eingelesene Gedicht Erinnerung in Melanin 2016/2020 der Lyrikerin Katharina Kohm (als Gastkünstlerin). Das Gedicht ist dem aktuellen Gedichtband in melanin entnommen. 

In der Verflechtung der Räume der Sprache, die sich über den per QR Code abrufbaren Text eröffnen mit den möglichen Räumen, die die Zeichnung, die sich kaskadenartig von der Decke herab entwickelt, freisetzt, entstehen im Zusammenspiel mit den Bewegungen der Betrachtenden Dialoge beider medialer Ebenen. Wort und Linie sind dabei Akteure, die sich auf assoziative Weise immer wieder aufgreifen und befragen.

Im zweiten Raum wird die interaktive, interdisziplinäre Website INTER_NARRATIVE SCAPES als Kollaboration der beiden Künstlerinnen präsentiert. 
Das Projekt INTER_NARRATIVE SCAPES entstand im Rahmen einer Förderung durch ein Stipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.
www.inter-narrative-scapes.art
(ab 31.12.2021). Die Website wurde realisiert von noys COLLECTIVE.


Die Arbeiten von Nina Annabelle Märkl bewegen sich an den Schnittstellen zwischen Zeichnung, Installation und Skulptur. Es entstehen fragile Konstellationen des Bestehenden, die sich im Kippmoment zwischen verschiedenen Realitätsebenen aufspannen und die Betrachtenden in ein dialogisches Spiel mit tatsächlichen und möglichen Räumen verwickeln. Die Zeichnungen, Objekte und Module sind Akteure, die in unterschiedlichen Settings oder Dialogen ihre Rolle und ihre Bedeutung verändern können.

Nina Annabelle Märkl (*1979) , Monographien: Drawing Attention, 2010 (Debütantin der GEDOK), Permeable Entities, 2016, Kerber Verlag. Stipendien, Auswahl: Projektstipendium der Stadt München (2011), Prinzregent Luitpold Stipendium (2014), Sonderausschreibung Arbeitsstipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München (2021) für die Konzeption und Entwicklung der interaktiven und interdisziplinären Website INTER_NARRATIVE SCAPES.

 

Katharina Kohm setzt Texte als Sprachkunst, als Textur im Raum, die mit den Bildenden Künsten mehr gemein haben, als mit herkömmlicher Verwendung von Sprache. So haftet jedem Text etwas Körperliches an, der auf Dialog und Begegnung ausgerichtet ist und ähnlich wie Myzelien Kooperationen und Korrespondenzen zur Entfaltung im Dialogischen erst lebt. Diese Interaktion von Gestaltung spiegelt sich in den bisherigen Publikationen Schuppenflügel, Phosphor und in melanin wider.

Katharina Kohm (*1985) studierte von 2006-2012 Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ihr Debutband Schuppenflügel. Ein Zyklus in Kehrtwenden erschien 2010. Sie promoviert zum Thema Sprachmagie und verfasst wissenschaftliche Aufsätze und Essays. 2019 erschien ihr zweiter Lyrikband Phosphor. Ein Übergeben im Geest-Verlag. Im Herbst 2021 erschien der dritte Band in melanin im gutleut Verlag Frankfurt. 2022 ist sie Stipendiatin im Schriftstellerhaus Stuttgart. 

Sylvia Wiechmann

Angewandte Kunst: Ausstellung vom 09.12. – 23.12.2021

„Stoffe sind für mich ein Rätsel, das gelöst sein will“

Vor einem Vierteljahrhundert ließ Sylvia Wiechmann am 10. September ihre Weberei in der Handwerkrolle eintragen. Mit nur einem Damast-Handwebstuhl in einer Schwabinger Garage fing es an. Weil schon bald ein etwa 100-jähriger Jacquard-Handwebstuhl dazukam, wurde ein Umzug in den Gewerbehof notwendig. Die Konstruktion aus mächtigen Eichenbalken ist zusammengesetzt knapp drei Meter hoch. Diese zusätzliche Webtechnik erlaubt Sylvia Wiechmann ihrer Leidenschaft der Entwicklung vielfältig gemusterter Stoffe nachzugehen.

Mit ihrer Einzelausstellung möchte sie nun zu ihren Anfängen zurückkehren, den „Textilen Bildern“. Diese Textile Bilder, gewebt auf ihrem ersten Webstuhl, dem Damastwebstuhl, verkörpern grafische Abstraktionen.
Allein durch die Anordnung von Senkrechten und Waagerechten und mit den reduzierten Möglichkeiten der Damasttechnik verleiht sie ihren Bildern Spannung und Ausdruck.

Sylvia Wiechmann hat – ganz klassisch – ihr Handwerk in einem Betrieb am Tegernsee erlernt, als Gesellin in verschiedenen Handwebereien gearbeitet und sich nach der Meisterprüfung in München niedergelassen, wo man heute die Webereien an einer Hand abzählen kann. Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt auf Gewebe in Damast- und Jacquard-Technik. Zudem arbeitet sie häufig mit Architekten, für die sie beispielsweise Wandbehänge für Kirchenräume in Form von textilen Bildern in Damasttechnik entwickelt. So entstanden z.B. Paramente für evangelische Kirchen. Ebenso fertigt sie nach historischen Vorlagen Textilien für Museen. Ihr erster Jacquard-Auftrag war die Nachwebung eines Seidenstoffes aus dem 3. Jahrhundert, den man im Paulinusgrab in Trier gefunden hatte. Zu ihren Auftraggebern gehörten u.a. das Hansemuseum in Lübeck, Haus im Moos bei Ingolstadt oder das Schnütgen Museum in Köln.

 

Fotos Slider: Peter Zahel

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