Projektionen

Nina Annabelle Märkl und Katharina Kohm

Ausstellung vom 11.01. – 28.01.2022
Softopening Dienstag, 11.1.2022, 17-20 Uhr

Öffnungszeiten: Di bis So 15 – 18 Uhr,
Nina Annabelle Märkl ist an den Wochenenden anwesend.

 

Das Zentrum der Ausstellung bilden die Zeichnung Projektionen (Tusche und Bleistift auf japanischem Papier, 2021, 1100 x 145 cm) von Nina Annabelle Märkl und das in mehreren Varianten eingelesene Gedicht Erinnerung in Melanin 2016/2020 der Lyrikerin Katharina Kohm (als Gastkünstlerin). Das Gedicht ist dem aktuellen Gedichtband in melanin entnommen. 

In der Verflechtung der Räume der Sprache, die sich über den per QR Code abrufbaren Text eröffnen mit den möglichen Räumen, die die Zeichnung, die sich kaskadenartig von der Decke herab entwickelt, freisetzt, entstehen im Zusammenspiel mit den Bewegungen der Betrachtenden Dialoge beider medialer Ebenen. Wort und Linie sind dabei Akteure, die sich auf assoziative Weise immer wieder aufgreifen und befragen.

Im zweiten Raum wird die interaktive, interdisziplinäre Website INTER_NARRATIVE SCAPES als Kollaboration der beiden Künstlerinnen präsentiert. 
Das Projekt INTER_NARRATIVE SCAPES entstand im Rahmen einer Förderung durch ein Stipendium des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.
www.inter-narrative-scapes.art
(ab 31.12.2021). Die Website wurde realisiert von noys COLLECTIVE.


Die Arbeiten von Nina Annabelle Märkl bewegen sich an den Schnittstellen zwischen Zeichnung, Installation und Skulptur. Es entstehen fragile Konstellationen des Bestehenden, die sich im Kippmoment zwischen verschiedenen Realitätsebenen aufspannen und die Betrachtenden in ein dialogisches Spiel mit tatsächlichen und möglichen Räumen verwickeln. Die Zeichnungen, Objekte und Module sind Akteure, die in unterschiedlichen Settings oder Dialogen ihre Rolle und ihre Bedeutung verändern können.

Nina Annabelle Märkl (*1979) , Monographien: Drawing Attention, 2010 (Debütantin der GEDOK), Permeable Entities, 2016, Kerber Verlag. Stipendien, Auswahl: Projektstipendium der Stadt München (2011), Prinzregent Luitpold Stipendium (2014), Sonderausschreibung Arbeitsstipendium für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München (2021) für die Konzeption und Entwicklung der interaktiven und interdisziplinären Website INTER_NARRATIVE SCAPES.

 

Katharina Kohm setzt Texte als Sprachkunst, als Textur im Raum, die mit den Bildenden Künsten mehr gemein haben, als mit herkömmlicher Verwendung von Sprache. So haftet jedem Text etwas Körperliches an, der auf Dialog und Begegnung ausgerichtet ist und ähnlich wie Myzelien Kooperationen und Korrespondenzen zur Entfaltung im Dialogischen erst lebt. Diese Interaktion von Gestaltung spiegelt sich in den bisherigen Publikationen Schuppenflügel, Phosphor und in melanin wider.

Katharina Kohm (*1985) studierte von 2006-2012 Germanistik, Kunstgeschichte und Psychologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ihr Debutband Schuppenflügel. Ein Zyklus in Kehrtwenden erschien 2010. Sie promoviert zum Thema Sprachmagie und verfasst wissenschaftliche Aufsätze und Essays. 2019 erschien ihr zweiter Lyrikband Phosphor. Ein Übergeben im Geest-Verlag. Im Herbst 2021 erschien der dritte Band in melanin im gutleut Verlag Frankfurt. 2022 ist sie Stipendiatin im Schriftstellerhaus Stuttgart. 

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